Die Räder des Lebens

 

Sie begleiten des Menschen irdische Reise,

als größte Erfindung, in besonderer Weise.

Das wonnige Menschenkind

schlummert selig im Kinderwagen,

auf den Rädern des Lebens,

im milden Frühlingswind.

In unbändiger Lebensfreude

fahren Lisa, Lena und Mike,

auf den Rädern des Lebens,

mit Dreirad, Roller und Bike.

Die Jugend reift mit den Jahren,

bald werden sie ein Auto fahren.

Die Räder des Lebens

werden sie nun geleiten

durch gute und auch schlechte Zeiten.

Leider mussten einst rollen

die Räder des Lebens für den Sieg,

in einer unseligen Zeit,

für einen verderblichen Krieg.

Seit jeher bekannt auf Erden

ist das Gesetz vom Sein und Werden.

Das Einzige was Bestand hat

ist der Wandel, so stellen sich

im Alter manch Beschwerden ein.

Eine Hilfe wird der Rollstuhl sein.

Und rollen im Spätherbst

der bemessenen Zeit

die Räder des Lebens

in die beginnende Ewigkeit.

 

 

 

 

 

Gebleicht die Haare

von der Fülle der Jahre,

liegt der vergängliche Leib

auf der Bahre.

Das Maß der irdischen Zeit ist voll,

vom Turm klingen die Glocken in Moll.

Befreit von allem Besitz

und der Habe,

fahren jetzt die Räder des Lebens

zum offenen Grabe.

Ruhm, Macht und Geld

waren in der alten Welt,

in den neuen Sphären 

gelten andere Ehren.

Darum liebe Leute,

streut die Blumen noch heute,

solange sie drehen,

die Räder des Lebens.

Wenn sie nur auf Gräbern stehen

sind sie vergebens!

Der Sarg ist nun im Grab verbliebenI

im Stein ist der Spruch geschrieben:

Verweile Wanderer und bete für mich,

bald kommt ein Anderer und betet für dich.

Der Gräber Gast blickt still nach oben,

er will und muss den Höchsten loben.

Danke, dass wir das Leben wollen,

so lange wir noch leben sollen!

 

© Gerhard G.


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